Aller-Zeitung vom 5.5.2011
Grüner Verkehrspoliiker auf der A 39-Trasse
Enno Hagenah informiert sich in Wittingen über die Auswirkungen der geplanten Autobahn
Wlttlngen (tru). Zu Dritt waren die Landtagsabgeordneten der Grünen gestern im Nordkreis, um sich über die Trasse der A 39 zu informieren. Anwohner und Vertreter der Bürgerinitiative Keine A39 stellten ihre Sorgen und Nöte vor - und erfuhren vom verkehnpolitischen Sprecher der Fraktion Enno Hagenah, dass die Zeit für sie arbeitet. Warum kommt die Tankund Rastanlage nicht in die Nähe des Truppenübungsplatzes, wo der Boden ohnehin der öffentlichen Hand gehört und noch dazu nicht so wertvoll ist wie bei Wollerstorf? Dort ist nur Sand, hier ist fruchtbarer Ackerboden", sagte Holger Reiche, Ortsvorsteher von Darrigsdorf. Achim Schulze wohnt in Wollerstorf. "Auf die Dörfer und ihre Bewohner bei der Planung niemand Rucksicht." stellte ausch Jörg Müller aus Eutzen fest. "Dass hier eine zweite Abfahrt für Wittingen entstehen soll, ist eine Verschwendung von Steuergeld." Nicht mal die Firma Butting habe Interesse an dieser Abfahrt.
Hagenah sah die Chancen der Autobahngegner recht optimistisch: "Wir werden natürlich
mit Anfragen versuchen, permanent Sand im Getriebe zu sein. Und jeder Monat, der verstreicht, bringt Erkenntnisgewinn." Die zu erwartende Verkehrsentwicklung rechtfertige keine Autobahn. Die demografische Entwicklung und die steigenden Energiepreise sprechen gegen einen wachsenden Individualverkehr." Außerdem sei der Bundesverkehrswegeplan - gültig bis 2015 - bei weitem nicht abgearbeitet, und auch das für die Projekte zur Verfügung stehende Geld sei viel zu knapp. Deshalb bin ich auch gegen eine Pkw-Maut. Die würde nur zusätzliches Geld in die Kasse des Bundes spülen."
Isenhagener Kreisblatt vom 5.5.2011