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Am Montag (18. Mai 2009) besuchte die Landtagsabgeordnete Miriam Staudte auf Einladung der grünen Kreistagsfraktion Gifhorn. Miriam Staudte ist kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion und informierte sich über die Situation der Krippen.
Die Bundesregierung hatte im August 2007 beschlossen, die Betreuungsquote der Kleinkinder bis 2013 auf 35 Prozent zu erhöhen. Niedersachsen liegt bei der Schaffung von Krippen bundesweit auf dem letzten Platz. Die bislang vom Land zur Verfügung gestellten Mittel reichen nicht aus, um dieses Ausbauziel zu erreichen. Auch sind die derzeitigen Ausbauaktivitäten quantitativer Natur und vernachlässigen die pädagogische Qualität des Angebotes.
Nach einer Sitzung mit der Kreistagsfraktion, in der es insbesondere um den Stand des Ausbaus von Krippenplätzen ging, stand ein Besuch der katholischen St. Altfrid Kindertagesstätte am Pommernring in Gifhorn auf der Tagesordnung. Dort informierten sich die Politikerinnen und Politiker vor Ort über die Arbeit in einer Krippe und führten Gespräche mit der Leiterin der Kindertagesstätte, Annegret Gaul sowie dem Pastoralreferenten Martin Wrasmann.
Die Aller-Zeitung schrieb dazu am 19. Mai 2009:
Gast aus Hannover
Die Grünen-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte war gestern gemeinsam mit Vertretern der Grünen-Kreistagsfraktion des Landkreises auf Info-Besuch in der Kindertagesstätte St. Altfrid. Besonderes Augenmerk richtete die Kinder-, Jugend und Familien-Expertin dabei auf die Krippen- Betreuung.
Als „große quantitative und qualitative Herausforderung“ bezeichnete Staudte die Umsetzung des Vorhabens, bis 2013 bundesweit für 35 Prozent der Unter-Drei-Jährigen Betreuungsplätze anzubieten: „In Niedersachsen liegt die Quote derzeit erst bei 9,2 Prozent.“ Aber auch die Qualität der Betreuung sei sehr verbesserungswürdig: „Wir brauchen mehr Personal und eine Hochschul-Ausbildung.“
Pastoralreferent Martin Wrasmann stimmte mit dem Grünen-Fraktionschef im Landkreis Fredegar Henze darin überein, dass den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen Rechnung getragen werden müsse: „Weg gebrochene Familiensysteme müssen ersetzt werden.“ So genannte „Familienzentren“ mit zentralisierten Angeboten böten hier Lösungsansätze.
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