Grüne Kreistagsfraktion forciert Planungen
Ein seit Juli letzten Jahres in Kraft befindliches Gesetz regelt die Errichtung von Pflegestützpunkten. Zu deren Aufgaben gehören die unabhängige Beratung bei Auswahl und Inanspruchnahme von Sozialleistungen und sonstigen Hilfsangeboten und die Koordinierung und Vernetzung aller für die wohnortnahe Versorgung und Betreuung in Betracht kommenden Hilfs- und Unterstützungsangebote. In jedem Landkreis soll es mindestens einen Pflegestützpunkt geben, der aus Bundesmitteln eine Anschubfinanzierung in Höhe von 45.000 Euro erhält.
Um nun endlich auch im Landkreis Gifhorn dieses wichtige Angebot zu schaffen, macht die güne Kreistagsfraktion nun Druck. In einer Anfrage an die
Landkreisverwaltung stellt sie die Frage, ob es überhaupt Planungen gibt und wie konkret diese Überlegungen sind.
"Wir wollen wissen", erläutert der sozialpolitische Sprecher der grünen Kreistagsfraktion Klaus Rautenbach aus Isenbüttel, "ob es bereits ein Konzept gibt, in dem die zukünftigen Aufgaben der Pflegestützpunkte beschrieben werden." Ziel der Initiative seiner Fraktion sei es außerdem, sicherzustellen, dass die vorhandenen Beratungs- und Organisationsstrukturen einbebunden und die Unabhängigkeit der Pflegestützpunktes gegenüber den nachfragenden Menschen gewährleistet werden, so Rautenbach.
"Damit alle Menschen im Landkreis von der Errichtung eines Pflegestützpunktes profitieren, ist es notwendig, dezentrale Einrichtungen zu schaffen." unterstreicht der Fraktionsvorsitzende Fredegar Henze die Ansicht der Grünen. Dabei sei die Vielfalt der Pflegedienste zu berücksichtigen. Esi kämen alle Angebote, die über Mitarbeiterinnen mit einer Fortbildung zum Pflegeberater verfügten, in Frage, so Henze. Auch die Alzheimer Gesellschaft solle eine wesentliche Rolle bei den Überlegungen zur Gründung eines Pflegestützpunktes spielen.