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Nein, mit diesem Beschluss steht in Gifhorn noch keine IGS. Dieser Einwand von Kritikern oder Skeptikern sei vorab bestätigt. Aber, das sei diesen entgegen gehalten: So weit war das Ansinnen, im LK GF eine IGS zu gründen noch nie. Das liegt vor allem an der wichtigsten Passage des beschlossenen Antrages: „Die IGS ist in den Schulentwicklungsplan des Landkreises aufzunehmen.“ Dabei geht es nämlich um mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis oder eine politische Willensbekundung. Es handelt sich um das erste amtliche Dokument, in dem die IGS Gifhorn festgehalten wird. Die Verwaltung ist damit beauftragt, den politischen Willen des Kreistages als gegeben anzusehen und umzusetzen.
Darüber dürfen sich all diejenigen freuen, die sich seit Jahr und Tag für eine solche Schule eingesetzt haben und am Ende schon gedacht hatten, das werde in diesem Landkreis nie mehr etwas. Ein wenig Euphorie ist also schon erlaubt, aber sie wird allein nicht reichen, eine gute Schule zu bekommen.
Zum einen braucht eine gute Schule gute Leute, die sie machen. Gute LehrerInnen also, auch wenn manch eine(r) die Teilnahme an einem solchen Projekt für sich schon ad acta gelegt hatte. Gerade in der Generation der heute 50jährigen gibt es viele KollegInnen, deren Erfahrungen und Vorstellungen von gemeinsamer Schulzeit für alle Kinder wir brauchen werden. Diejenigen, die einen Neuanfang „so kurz vor der Pension“ nach all den Enttäuschungen der Vergangenheit scheuen, sollten jetzt noch einmal in sich gehen und sich fragen, ob die Einrichtung einer solchen Schule nicht auch die Krönung der eigenen Schullaufbahn werden könnte auch wenn sie sicher mit sehr viel Arbeit verbunden wäre.
Zum anderen braucht eine gute Schule gute politische Entscheidungen. Der Kreistag hat beschlossen, eine Lenkungsgruppe einzurichten, die sich um das Wo und Wie kümmern wird. Damit ist nicht vor Sommer 2008 zu rechnen, weil zunächst die Änderung des Schulgesetzes abgewartet werden muss. Damit die Politiker bis dahin nicht wieder vergessen, was sie seinerzeit im Winter 2007 beschlossen haben, sollten jetzt überall im Kreisgebiet diejenigen sich artikulieren, die eine solche Schule für ihre Kinder haben wollen.
Einige Gemeinden und Samtgemeinden haben das schon getan: Die SG Brome (wer hätte das gedacht) äußert sich jetzt als Interessent für eine IGS, die Gemeinde Sassenburg hat schon einen konkreten Antrag gestellt, Standort für eine IGS zu werden, die Stadt Wittingen und die SG Isenbüttel haben Interesse bekundet. Schade nur, dass der Papenteich wegen seiner verfehlten Schulpolitik leer ausgehen wird.
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass eine IGS in der Stadt Gifhorn entstehen wird, am größten ist, wird es doch eine Schule für alle Kreisschüler werden Engagement lohnt sich also.
Fredegar Henze
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